Als letzter durfte nun auch Carlo in sein neues Zuhause ziehen. Es wurde auch Zeit für ihn, da er sehr personenbezogen ist. Er hat viel mehr auf mich geachtet als auf die anderen Hunde. Wenn die Tür zum Garten aufging, ist Camilla sofort losgerannt. Carlo wartete erst mal, ob ich auch dabei war. Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich die Hunde sind.

Hier nun das Abschiedsbild

Carlo ist mitlerweile auch gut Zuhause angekommen und hat die ersten 24 Stunden im neuen Zuhause verbracht. Seine neue Familie hat einen netten Bericht geschrieben, den ich hier wiedergeben darf.

Carlo auf dem roten Teppich. Das ist ja ein Empfang.

Liebe Frau und Herr Fünfsinn,

jetzt sind es ziemlich genau 24 Stunden, seit wir mit Carlo bei Ihnen losgefahren sind; deshalb nochmal ein etwas detaillierterer Bericht:

Carlo hat im Auto gejammert, bis wir auf der A45 waren; sobald wir Autobahn fuhren und damit alles gleichmässiger wurde, hat er sich entspannt und zum Teil einfach gedöst, zum Teil, glaube ich, richtig geschlafen.  Einmal, bei einer grösseren Baustelle, war nochmal kurz Winseln angesagt, aber nachher war wieder alles gut.

Eigentlich hatten wir vor, bei der Raststätte Gütersloh eine allseitige Biopause abzuhalten.  Daraus wurde aber nichts, weil dort gerade zwei Flixbusse ankamen, wodurch die Menschen-Toiletten völlig blockiert und allgemein auch für Carlo zu viel Trubel war.  Wir sind also umgehend wieder weitergefahren, und Carlo ist wieder eingedöst.

Bei der Ankunft hier zu Hause hat er sich ausführlich das ganze Erdgeschoss angeschaut.  (Nachdem er eine Fleischportion so schnell hinuntergeschluckt hatte, dass wir unsern Augen nicht trauten.)  Bei diesen ersten Rundgängen kam er uns nicht so entspannt vor – kein Wunder, es war ja alles total neu und nicht vertraut.

Nach einer guten halben Stunde hat er sich dann hingelegt, und wir beschlossen, jetzt sei Zeit für a nice cup of tea und ein bisschen Ruhe.

Da klingelte es aber an der Haustür, und eine unangemeldete Geburtstagsgratulantin stand vor der Tür.  (Wir waren ja an G. eigentlichem Geburtstag nicht zu Hause gewesen.)  Also noch mehr Tee…

Carlo hat sich gern streicheln lassen, legte sich aber nachher wieder zu seinen Spielsachen in der Nähe.

Dazwischen machten wir immer wieder kurze Ausflüge in den Garten.  Weil der aber zu unübersichtlich und gegen eine Seite noch nicht 100-prozentig welpensicher eingezäunt ist, muss Carlo dazu Geschirrchen und Leine tragen.  Was er nicht schätzt, aber doch schon besser akzeptiert.  (Eine unserer heutigen Tätigkeiten wird noch in der Montage des flexiblen Zauns bestehen, den ich zwar schon angeschafft, aber wegen des schlechten Wetters vor Weihnachten noch nicht aufgestellt habe.  Dann kann Carlo auch mal ohne Geschirrchen herumrennen.)

Die vorläufige Stubenreinheits-Bilanz hat Ihnen G. ja gestern Abend schon mitgeteilt.  Inzwischen sind noch ein paar Erfolgsmeldungen von „braaaavem Bisi“ dazugekommen.  Ja, – bloss das erste und bisher einzige Häufchen ist im Wohnzimmer gelandet.  Da sind wir aber selber schuld:  Wir waren gerade noch am Besprechen der Aufgabenteilung:  Wer ist für Carlo zuständig, wer fürs Kaffeekochen – da war’s dann schon passiert.  Immerhin auf dem Fliesenboden, also schnell beseitigt. 😊

Zurück zu gestern Abend:  Nachdem es dunkel war und wir drin das Licht angemacht hatten, sah Carlo plötzlich sein Spiegelbild in der Fensterscheibe.  Die Reaktion war toll:  Er schaute immer wieder interessiert hin, ging auch näher, kehrte dann aber zu seinem Spielzeug zurück.  Später stellte er fest, dass der Spiegelhund draussen offenbar genau das gleiche Spielzeug hatte.  Er kläffte einmal ganz kurz, aber der Spiegelhund antwortete nicht – worauf Carlo den andern dann als offensichtlichen Langweiler einstufte und nicht mehr beachtete.

Ich hatte ja vor, Carlo in der riesigen Korbtruhe neben meinem Bett schlafen zu lassen.  Pech für mich:  Carlo liess sich zwar hineinsetzen, kletterte aber umgehend wieder heraus…  Dabei hat die Truhe wirklich einen hohen Rand!

Also schleppten wir halt das alte Holz-Laufställchen, das eigentlich nur noch herumsteht, nach oben.  Dort waren zwar die Stäbe etwas weit auseinander, aber Carlo schaffte es nur, seinen Kopf durchzustrecken; der Rest des Hundes  blieb drinnen.  Ich machte mir schon Sorgen, wie hartnäckig er das probieren würde, aber er akzeptierte die Situation recht bald.  (Wenn er noch ein paar Zentimeter gewachsen ist, wird er wohl auch das Laufstall-Gitter überklettern können; vorläufig schafft er das aber noch nicht.)  Jedenfalls lag er dann ziemlich ruhig und zufrieden auf seinem Bettchen im Laufgitter, liess sich noch ein bisschen kraulen, und dann war Nachtruhe.

Um halb drei Uhr erwachte ich davon, dass G. im Bad verschwand.  Ich schaute sehr vorsichtig ins Laufgitter – und da hörte ich, wie ein kleines Schwänzchen auf den Boden klopfte.  Carlo war wach, aber völlig entspannt.  Ich etwas weniger:  Bademantel an, Hund herausheben und nach unten tragen, im Mondlicht das Geschirrchen montieren und dann auf der nächtlichen Wiese stehen.  Und siehe da, ihn für ein besonders braves Bisi preisen!

Nachher bekam er aus pädagogischen Gründen kein Leckerli oder Futter; ich halte ihn für schlau genug, dass er solche Gartenausflüge sonst im Stundenrhythmus in unsere Nächte einbauen würde…

Tja.  Das ist so ungefähr der Rückblick auf die letzten 24 Stunden.

Jetzt gerade liegt Carlo auf dem Rücken und lässt sich von G. den Bauch kraulen – aber demnächst werden wir wohl wieder eine Pinkelpause einlegen müssen.

Wir bleiben dran!

Und Carlo ist SEHR süss!

Herzliche Grüsse

Vielen Dank für den tollen Bericht. Man bekommt doch einen guten Einblick, was so ein Welpe an Aufmerksamkeit braucht.

Wir wünsche Carlo und seiner neuen Familie einen ganz guten Start ins neue Hundeleben und viel Freude aneinander.