Glaubt man der Werbung, bevorzugen Katzen ihr Fresschen hübsch angerichtet, auf edlem Porzellan und mit einem Minzezweiglein verziert. Diesem nähern sie sich dann gemessenen Schrittes, lecken sich zunächst artig die Pfoten und das Mäulchen sauber und fressen dann in kleinen Happen. Gäbe es ein fit for fun im Tierreich: Katzen würden alles richtig machen.
Der Pudel dagegen, obwohl so kultiviert, so klug und so überaus sensibel, weiß – wir müssen es schweren Herzens zugeben – mit Eßkultur nichts anzufangen. Kräuterzweige oder ähnlicher Zierrat sind für ihn nichts weiter als Gedöns, das vom eigentlichen Ziel höchstens ablenken könnte, nämlich möglichst viel in möglichst kurzer Zeit hinunter zu schlingen. Wer sich gern selbst ein Bild machen möchte, folge diesem Link. Nach 35 Sekunden ist die Schüssel übrigens sauber und es beginnt die Polierphase, bei der auch letzte Nahrungsmoleküle aus dem Futternapf herausgeschleckt werden; der strahlt danach wie frisch aus der Spülmaschine geholt. 🙂